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AgroSprit -

das neue Umweltverbrechen der Industrienationen

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Man sollte meinen, dass sog. Bio-Sprit eine umweltfreundliche Alternative zu Treibstoffen aus Erdöl sei. Das ist leider eine völlig falsche Annahme:

Bio-Sprit ist keineswegs "Bio" und sollte deshalb besser als Agro-Sprit bezeichnet werden. Die Einführung von Agro-Sprit dient ausschliesslich dazu, die Öl-Reserven der IndustrieNationen zu schonen und die weltweit vereinbarten Schadstoff-Emissionen in diesen Ländern zu reduzieren.

Aber der Preis dafür ist hoch und er wird gezahlt von den armen, agrarisch strukturierten Ländern und der Natur. Und letztendlich von uns allen, wie wir hier nachweisen.

Treibstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen - hier allgemein als Agro-Sprit bezeichnet - reduzieren die Umweltbelastung in den Industrieländern. Man (die Regierungen und die Umweltverschmutzer) muss sich also keine Gedanken darüber machen, den Energieverbrauch einzuschränken, sondern verwendet einfach Stoffe mit (bei der Verbrennung!) geringerer Umweltbelastung.

Aber der Agro-Sprit muss ja produziert werden. Wichtige Rohstoffe dafür sind Palm-Öl, Zuckerrohr und Getreide. Diese Pflanzen lassen sich scheinbar profitabel kultivieren, man braucht aber grosse Flächen dafür.

So wird der ursprüngliche Wald abgeholzt, um Palmöl- und Zuckerrohr-Plantagen anzulegen. Die einheimische Bevölkerung erlebt dabei sogar eine scheinbare Blüte: Die Plantagen geben den Menschen Arbeit und Einkommen.

Auch verdrängen die Energiepflanzen immer mehr Anbauflächen für Lebensmittel. In Brasilien wird derzeit bereits auf 9 Millionen Hektar Zuckerrohr zur Ethanolproduktion angebaut.

Das alles geschieht in Ländern, in denen die Menschen kaum genug zu essen haben!

Die Folge ist die Vernichtung der letzten ursprünglichen Wälder auf unserem Planeten. Das ist - wenn man mal eines Tages den Unsinn dieses Weges erkannt haben wird - auch nicht wieder rückgängig zu machen: Urwald kann man nicht wieder aufforsten. Er braucht mindestens Jahrhunderte, um wieder neu zu entstehen.

Die Vernichtung der ursprünglichen Wälder in Südamerika (vor allem in Brasilien), Südost-Asien und Zentralafrika spielt aber eine entscheidende Rolle beim Klimawandel. Wir wollen an dieser Stelle nicht darüber spekulieren, ob der Klimawandel noch verhindert werden kann. Aber die Vernichtung der Regenwälder wird ihn weiterhin beschleunigen.

U.a.geht der Klimawandel offenbar einher mit einer Zunahme von Stürmen gewaltigen Ausmaßes, Stürme, die die Lebenssituation der Menschen in den betroffenen Ländern erschweren. So wurden und werden u.a. die USA in neuerer Zeit in bisher unbekanntem Umfang von Wirbelstürmen heimgesucht.

Es sind auch diese Stürme, die dazu führen, dass die Palmöl-Monokulturen auch kurzfristig kein Gewinn sind. Die Monokulturen sind anfällig gegen Stürme; bei einem einzigen Sturm können riesige Flächen in wertloses Bruchholz verwandelt werden. Dieses könnte man liegen lassen, was zu einer unkontrollierten Ausbreitung von Holzschädlingen führen würde (man hat diese Erfahrungen u.a. in den 1970er Jahren in Deutschland machen müssen), oder man könnte es verbrennen - mit unabsehbaren Folgen für die Atmosphäre.

Als Verbraucher können wir nur versuchen, den Bio(?)-Sprit-Wahnsinn zu boykottieren. Vielleicht fahren wir einfach ein bisschen weniger. Auch die Güter auf die Bahn zu verlagern, wäre ein guter Schritt. Die Verbrennung von Lebensmitteln in Autotanks muss endlich ein Ende haben!

Der sogenannte Bio-Sprit ist keine Lösung unserer Umweltprobleme, sondern verschärft sie sogar.
Umweltschützer dürfen keinen AgroSprit fahren!

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